Die Schlacht am Monte Altuzzo im Bericht der 85. US-Infanteriedivision „Custer“

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Während das 363rd Infantry im Westen den Kamm des Monticelli angriff, stürmte das 338th Infantry den Monte Altuzzo, der mit seinen 926 Metern den Giogo-Pass im Osten deckte.

Der hier vorgestellte Text ist recht knapp. Er erscheint in seiner ursprünglichen Form, ergänzt um Zwischenüberschriften, die die einzelnen Phasen des Angriffs besser gliedern. Für ein genaues Verständnis der einzelnen Phasen des Angriffs auf den Altuzzo empfiehlt sich ein weiterer Text, den wir in einem eigenen Beitrag vorstellen, entnommen aus dem Buch CHARLES B. MACDONALD, SIDNEY T. MATHEWS , Three Battles: Arnaville, Altuzzo, and Schmidt, Office of the Chief of Military History, Department of the Army, 1952. Zum ausführlichen Beitrag.

Der Sturm auf den Monte Altuzzo im Heft der 85th Infantry Division Minturno to the Apennines1

Die Gotenstellung (September 1944)

Nach dem Verlust Roms wurden die deutschen Kräfte durch ganz Italien immer weiter nach Norden gedrängt. Auf ihrem möglichst raschen Rückzug zur nächsten natürlichen Barriere, dem Arno, hatten die Deutschen in den Hügeln südlich des Flusses Verzögerungsgefechte geführt; ihre nächste Hauptverteidigungslinie aber war die Gotenstellung, die sich ungefähr von nördlich Pisa bis Rimini erstreckte. Etwa ein Jahr lang hatte die Organisation Todt in den hohen Bergen des nördlichen Apennins eine Verteidigungslinie gebaut. Nach dem Zusammenbruch in Süditalien war der Bau dieser Anlagen stark beschleunigt worden, und nun waren sie zu einem gewaltigen Verteidigungssystem geworden.

Schon die Berge selbst waren für eine angreifende Truppe schwierige Hindernisse. Mit Gipfeln, die steil zu einem mächtigen Kamm von 900 bis 1.500 Metern Höhe aufstiegen, von wenigen Straßen durchzogen, boten diese Bergmassive schon beim bloßen Aufstieg Schwierigkeiten. Jenseits des ersten Kamms, etwa 32 Kilometer weiter nördlich, lag ein weiterer hoher Kamm, bevor der Abstieg in die Poebene begann. Es war der erste Kamm, die Wasserscheide, den der Gegner verteidigte.

In den ersten Septemberwochen griffen, im Rahmen der Operation „Olive“, die 5. US-Armee und die britische 8. Armee diese Linie in einem koordinierten Angriff an. Die Fünfte Armee sollte die westliche Hälfte angreifen; das II. Korps führte den Hauptstoß der Armee am rechten Flügel. Als die 85. Division in den Angriff eintrat, sollte sie den Hauptstoß des Korps an dessen rechtem Flügel führen. Ihre erste Aufgabe war es, das Gebirge zu überwinden und jenen Teil der Gotenstellung zu durchbrechen, der den Giogo-Pass verteidigte, über den die einzige Straße erster Ordnung im Abschnitt der Division führte.

Als die Division in der zweiten Septemberwoche durch Florenz zog, erschienen die Berge vor ihr wie eine feste Mauer. Nach Beginn des Aufstiegs wurde die Vegetation spärlicher. Oben gab es nur noch große, zerborstene Felsmassen und steile Klippen.

Hier und da führte an den unteren Hängen ein Karrenweg zu einem einsamen Steinhof, hinter dem Maultier- und Ziegenpfade ein kurzes Stück durch das Unterholz hinaufführten und dann verschwanden; übrig blieben nur zerklüftete Felsen. Die Straße über den Giogo-Pass war von Kiefern- und Tannenwäldern gesäumt, doch die meisten waren vor und während des Angriffs durch die furchtbaren Artilleriekonzentrationen zu Stümpfen und zersplitterten Ästen geworden. Mangels Straßen trugen Maultiere und Männer den Nachschub auf dem Rücken. Rund 1.000 Maultiere unterstützten die Operationen.

Der Herbstregen hatte Anfang September eingesetzt, aber vor dem Angriff aufgehört. Das Wetter war nun oft klar und hell, doch abends und frühmorgens lag Nebel in den Schluchten und Rinnen. Die Herbstkälte hatte begonnen, aber es gab noch keinen Frost.

Zu Beginn des Angriffs bildete das I. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 12 der 4. Fallschirmjäger-Division die Hauptkraft gegenüber der Division. Als später klar wurde, dass hier ein Hauptstoß geführt wurde, wurden auch Teile des III. Bataillons eingesetzt.

Der Monte Altuzzo, unmittelbar rechts vom Giogo-Pass, beherrschte die Straße über das Gebirge nach Firenzuola; von seinen Stellungen auf diesem Berg und auf dem Monticelli im Abschnitt der 91. Division links hinderte der Gegner unsere Truppen an der Benutzung der Straße. Östlich des Altuzzo war auch der nächste Berg, der Verruca, stark befestigt; von dort schützte der Gegner nicht nur den Kamm, sondern konnte auch die Truppen beschießen, die den Altuzzo angriffen.

Wer sich dem Altuzzo von einem niedrigen Rücken näherte, sah das Gelände steil zu einem schmalen Bach abfallen. Jenseits seiner steilen Ufer öffnete sich ein sanfter Hang über einige Morgen mit Weiden und Feldern. Dieser Hang war auf drei Seiten von einem Saum aus Wald und Brombeergestrüpp umschlossen, bis zu den Hängen und Schluchten des Berges selbst. Truppen, die sich vom Bach zu den Feldern entlang der Waldränder bewegten, waren von zwei, manchmal drei Ausläufern des Altuzzo aus einzusehen. Der Rücken zum Südgipfel des Berges, der Höhe 926 des Altuzzo, umfasste drei Erhebungen: die Höhen 578, 624 und 782. Der Verruca war ähnlich gestaltet; der Vormarsch führte über steile Anstiege und Schluchten. Der Angriff auf den Gipfel, Höhe 930, folgte dem Rücken mit den Höhen 591, 732 und 724.

Die feindlichen Bunker lagen an den Vorderhängen. 6 bis 9 Meter tief in Erde und Fels gegraben, mit großen Haufen mächtiger Baumstämme und Felsblöcke abgedeckt, die Schießscharten zwischen Felsen und gefällten Bäumen, waren diese Bunker für Artillerie nur bei Volltreffern verwundbar. Die Infanterie musste sie einzeln ausschalten. MG-Nester und Verbindungsgräben waren durch Baumstämme und Steinplatten geschützt.

Der Angriff auf den Monte Altuzzo und den Verruca

Die Division griff am 13. September um 6 Uhr morgens an, zunächst mit zwei Regimentern in vorderer Linie, jedes mit zwei Bataillonen nebeneinander. Links griff das 338. Infanterieregiment auf den Altuzzo an, rechts das 339. auf den Verruca. In den frühen Morgenstunden legten die Divisionsartillerie und die unterstützende Artillerie des II. Korps ein gewaltiges Trommelfeuer auf die feindlichen Stellungen. Es war zeitlich nicht so konzentriert wie das vor der Offensive bei Minturno, doch die Gesamtzahl der abgefeuerten Granaten war sogar größer. Während des Angriffs waren die schweren 24-cm-Geschütze ein besonders wichtiger Faktor für den Durchbruch und die allmähliche Demoralisierung des Gegners. Auch die Luftwaffe schickte Flugzeuge, die Straßen, Versorgungseinrichtungen im Hinterland und Stellungen auf den Kämmen bombardierten und mit Bordwaffen beschossen.

Das 1. Bataillon des 338. Regiments griff auf der linken Seite des Regimentsabschnitts in Kompaniekolonne an, das 2. rechts mit zwei Kompanien nebeneinander. Alle Kompanien gerieten unter Granatwerfer- und Infanteriefeuer, das im Laufe des Tages zunahm. Das 1. Bataillon ging südlich von „La Rocca“ vor und griff – mitten in diesem Feuersturm – auf die Höhe 926 des Altuzzo an. Bis zum Abend wurden keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Auch das 2. Bataillon hatte kein größeres Glück.

Das 339. Infanterieregiment, mit dem 1. Bataillon links und dem 2. rechts, rückte gegen den Verruca vor, in Richtung Höhe 617 und Kamm des Poggio Rotto. Sein Vormarsch wurde rasch von schweren Artilleriekonzentrationen und flankierendem MG-Feuer gestoppt – so heftig, dass die Truppen ihre zunächst gewonnenen Stellungen nicht verbessern konnten. Jagdpanzer des 805th Tank Destroyer Battalion nahmen die drei befestigten Häuser auf Höhe 591 unter Feuer, die den Weg zum Verruca versperrten; im Laufe des Tages und der Nacht wurde der Widerstand dort allmählich gebrochen. Eine Kompanie des 2. Bataillons gelangte bis auf weniger als 200 Meter an den Kamm des Monte Verruca heran, konnte die Stellung aber nicht festigen.

Kurz: Der Angriff des ersten Tages hatte wenig Fortschritte gebracht. Die Schwierigkeiten waren offensichtlich, und niemand hatte eine leichte Schlacht erwartet: Es brauchte stetiges Hämmern. Während sich die Truppen eingruben, feuerte die Artillerie deshalb die ganze Nacht hindurch mit Unterbrechungen und legte am frühen Morgen erneut ein gewaltiges Trommelfeuer, bevor die Infanterie wieder angriff.

Diesmal kam das 1. Bataillon des 338. etwas weiter voran. Die Kompanie B an der Spitze erreichte einen Punkt etwa 80 Meter unterhalb eines der Gipfel des Altuzzo. Die Kompanie E des 2. Bataillons schloss an die linke Flanke der Kompanie B an, um mit dem Vormarsch Schritt zu halten. Doch der gewonnene Boden war schwer zu halten.

Die Kompanie B gelangte über felsige, offene Hänge an eine Stelle mit wenig Deckung und lag bald von drei Seiten unter MG-Feuer. Während sie sich verteidigte, ging der Gegner mit der bekannten Taktik zum Gegenangriff über, doch die Deutschen wurden jedes Mal zurückgeschlagen. Für ihren Einsatz am Altuzzo erhielt die Kompanie B die Presidential Unit Citation.

Für seinen Mut beim Angriff auf den Altuzzo am 14. September erhielt Staff Sergeant George D. Keathley von der Kompanie B des 338. Infanterieregiments postum die Medal of Honor. Als die Führer der beiden vorderen Züge verwundet wurden, übernahm Sergeant Keathley, der den Unterstützungszug führte, das Kommando über die beiden anderen Züge. Der Gegner griff heftig an, und nach drei solchen Gegenangriffen waren von den beiden Zügen nur noch 20 Mann übrig. Sergeant Keathley ordnete sie neu und stellte jeden Mann dort auf, wo er die ungeschützte Stellung am Hang am besten verteidigen konnte. Die Munition ging zur Neige; während er die Verteidigung leitete, ging Keathley zwischen Toten und Verwundeten umher, sammelte die Munition derer, die sie nicht mehr gebrauchen konnten, und verteilte sie an die verbliebenen Schützen.

Ein vierter Gegenangriff mit zwei Kompanien überrannte die Stellung beinahe. Die Deutschen gingen mit Maschinenpistolen feuernd und Handgranaten werfend vor, und der Kampf wurde zu einem erbitterten Handgemenge. Eine Granate verwundete Sergeant Keathley schwer am Leib, doch er kämpfte weiter, die linke Hand auf die Wunde gepresst. Noch 15 Minuten lang führte er seine Männer und schoss mit seinem Gewehr, bis der Angriff mit Hilfe der Artillerie abgewehrt war. Nach dem Rückzug des Gegners wurde Sergeant Keathley an eine geschützte Stelle gebracht, wo er starb. Sein Beispiel und seine umsichtige Führung trugen maßgeblich zur Abwehr des Angriffs bei.

Die Angriffe auf den Monte Pratone

Der starke Widerstand, auf den das 339. Infanterieregiment am 14. September stieß, zwang zum Einsatz von drei Bataillonen; das 3. Bataillon wurde zwischen dem 1. und dem 2. eingesetzt. Die Kompanie L eröffnete den Angriff des 3. Bataillons auf Höhe 591. Die Häuser auf der Kuppe wurden erst nach harten Kämpfen genommen, unterstützt von einem Jagdpanzer und einer 5,7-cm-Panzerabwehrkanone. Inzwischen aber wurde der Vormarsch des Regiments durch Feuer von rechts gebremst, und um die Linie zu begradigen, griff die britische 1. Infanteriedivision, rechts davon, am frühen Nachmittag des 14. kräftig an, während sich das 339. darauf vorbereitete, in der Nacht erneut anzugreifen.

Zwei Stunden vor Mitternacht konzentrierte die Artillerie ihr Feuer auf Höhe 732 und die befestigten Häuser, die die feindliche Hauptverteidigung bildeten, doch der Gegner hielt stand. Eine Kompanie des 3. Bataillons erreichte den Sattel zwischen den Höhen 732 und 724, das 2. Bataillon aber kam in den Schluchten zum Poggio Rotto und nach Signorini weiterhin nicht voran. Als das 3. Bataillon am Morgen des 15. September erneut Höhe 723 angriff, wurde es abermals zurückgeworfen.

Nun war klar, dass zwei Regimenter nicht ausreichten, um die feindliche Verteidigung in der gewünschten Zeit zu durchbrechen. Das 337. Infanterieregiment wurde zur Verstärkung herangeführt und bezog rechts vom 339. Stellung. Man beschloss, parallel zu den fortgesetzten Angriffen auf Altuzzo und Verruca Kräfte gegen das Massiv von Signorini östlich des Verruca und gegen den Monte Pratone, einen Gipfel im Nordosten, anzusetzen. Der Plan sah vor, dass das 339. im eigenen Abschnitt weiter vorging, während die Kompanie K nach Osten schwenkte, um Signorini zu nehmen. Zugleich sollte die 66. Infanteriebrigade der britischen 1. Division nach Nordwesten in den Abschnitt der 85. Division vorstoßen, um den Pratone zu nehmen. Dem Vorstoß der 66. Brigade auf den Pratone sollte das 337. Infanterieregiment folgen und von diesem Berg aus weiter vorrücken.

Während das 337. in die vorgeschobenen Bereitstellungsräume rückte, setzten die beiden anderen Regimenter ihre Angriffe fort, und die Briten zogen durch die Berge auf den Pratone zu. Auch diesen Angriffen ging Artilleriefeuer voraus, doch jede Bewegung der Angreifer wurde wieder mit schwerem Granatwerfer-, MG- und Infanteriefeuer empfangen. Das 1. Bataillon des 339. kam ein wenig voran, das 3. aber wurde bei allen drei Versuchen, Höhe 732 zu nehmen, zurückgeschlagen.

Drei Tage waren vergangen, und der Gegner hielt seine Linie noch immer und konnte weiterhin Kräfte sammeln, um jeden noch so kleinen Fortschritt zunichtezumachen. Der Zustand der wenigen Gefangenen zeigte jedoch, dass ihm der Nachschub ausging und er Verstärkung brauchte. Weitere Teile des Fallschirmjäger-Regiments 12 waren zur Verstärkung herangeführt worden, doch ihre Hilfe reichte nicht aus.

Am 16. September blieben die Kämpfe links heftig, doch es wurde immer deutlicher, dass jeder kleine Geländegewinn die Kraft des Gegners spürbar schwächte. Immer mehr Stellungen wurden ausgeschaltet; der Gegner konnte sein Feuer nicht mehr so wirksam und breit verteilen und auch nicht mehr mit der anfänglichen Stärke zum Gegenangriff antreten. Den ganzen Tag über rückten unsere Truppen langsam vor, bis bei Einbruch der Nacht Teile des 338. kurz vor dem Gipfel des Monte Altuzzo standen. Für den letzten Stoß wurde das 3. Bataillon herangeführt, um durch das erschöpfte 1. hindurchzugehen.

Inzwischen setzte das 339. seinen Angriff auf Höhe 732 ohne Erfolg fort. Der Vormarsch der Kompanie K auf Signorini ging nur sehr langsam voran. In der Nacht wurden zwei weitere Kompanien, G und F, auf die Höhen 887 und 918 angesetzt, die ebenfalls zum Massiv von Signorini gehören, um den Angriff dort zu beschleunigen.

Am späten Vormittag waren die Briten noch 1.000 Yards (rund 900 Meter) vom Pratone entfernt; um den Plan umzusetzen, musste der Pratone so schnell wie möglich genommen werden. Dazu wurde das 3. Bataillon des 337. vorgeschickt, um durch die 2nd Royal Scots hindurchzugehen, mit dem Befehl, den Pratone sofort anzugreifen.

Die vorderen Teile gerieten unter starkes Scharfschützen- und Granatwerferfeuer und wurden am Nachmittag von MG-Feuer von oben festgenagelt. Doch als ein Zug der Kompanie K östlich an Höhe 885 vorbeigeschickt wurde, fand sich ein gangbarer Weg. Die Kompanie L folgte, nutzte den Erfolg und stieß in der Nacht rasch weiter vor.

Endlich schien der Durchbruch nahe. Die Stärke der Verteidigung am Altuzzo hatte deutlich nachgelassen, die Befestigungen am Verruca waren größtenteils ausgeschaltet, und man hatte einen Weg zum Pratone gefunden. Als die Truppen zum letzten Sturm heranrückten, zeigten die Gefangenen immer deutlichere Zeichen von Müdigkeit und Erschöpfung nach vier Kampftagen. Viele hatten seit mehr als zwei Tagen weder Essen noch Wasser gehabt: Durch die ständige Störung ihrer Nachschubwege hatte unsere Artillerie ihre Versorgungseinheiten wirksam daran gehindert, sie zu versorgen. Unter den Gefangenen waren allerdings auch gerade eingetroffene Verstärkungen aus Einheiten des Grenadier-Regiments 735 und der Aufklärungsabteilung 305. Doch diese Verstärkungen reichten nicht aus, um den Durchbruch zu verhindern, und viele kamen zu spät. Zudem waren die Verstärkungen, die über Firenzuola heranrückten, von unserer Artillerie beschossen worden. Das hatte ihnen schwere Verluste zugefügt und die meisten Überlebenden zersprengt. Ganze Einheiten waren durcheinandergeraten und zerstreut, und viele wurden gefangen genommen, bevor sie sich ihren Verbänden anschließen konnten.

Einer der letzten Versuche des Gegners im Abschnitt des 339. war es, Höhe 591 zurückzuerobern. Zu dieser Zeit ging die Meldung ein, dass das III. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 12 in der Nacht des 16. September von der Lehr-Brigade abgelöst worden war. Daraufhin verstärkte die Artillerie das Feuer auf den Abschnitt. Ein Angriff des 3. Bataillons vor Tagesanbruch sollte die Lehr-Brigade in möglichst ungeordnetem Zustand treffen, und bis 8 Uhr morgens am 17. September hatte das 3. Bataillon die Höhen 724 und 732 genommen. Die Kompanie A half der Kompanie L, Höhe 591 zurückzuerobern. Das 1. Bataillon nahm den Verruca; bis 17 Uhr hatte das 2. Bataillon die Höhen 918, 802, 1031 und 1036 genommen, und das 3. Bataillon hatte sich am Verruca mit dem 1. vereinigt. Nun war klar, dass das 339. die Gotenstellung in seinem Abschnitt durchbrochen hatte.

Inzwischen hatten rechts die Truppen des 337. Infanterieregiments die Kämme zum Pratone erstiegen und die Schlucht von Rampolli durchquert. Auch hier ließ der Widerstand nach, doch schwere Granatwerferkonzentrationen gingen weiter auf den Vormarschweg nieder, und einige Bunker waren noch besetzt. Vor Mitternacht aber hatte das gesamte 3. Bataillon den Pratone besetzt und richtete den Berg zur Verteidigung ein.

Der letzte Angriff auf den Altuzzo

Der letzte Angriff auf den Altuzzo war kurz verschoben worden, damit Teile der 91. Division links den Monticelli nehmen konnten. In den frühen Stunden des 17. September wurden die Stellungen auf dem Kamm des Altuzzo gefestigt. Fontefredda, eine Höhe jenseits der Straße nordwestlich des Altuzzo, hielt noch stand; das Feuer von dort störte unsere Truppen, doch in der Nacht wurden die übrigen Höhen genommen. Die Gotenstellung war nun auf der ganzen Front der Division durchbrochen.

Gegen Ende ergaben sich immer mehr Gegner – manche, weil sie wussten, dass sie eingeschlossen und von jeder Hilfe abgeschnitten waren, andere, weil ihnen Munition und Verpflegung ausgingen. Bis zum Mittag des 18. September waren 231 Gefangene gemacht worden, in den folgenden zwei Tagen noch einmal so viele. Die Zahl der Toten war noch höher; überall in den Bergen lagen gefallene deutsche Soldaten.

Nach fünf Tagen Kampf gegen einen Wall von Verteidigungsanlagen bereiteten sich die Truppen mit dem Gefühl, etwas Entscheidendes geleistet zu haben, auf die Fortsetzung des Angriffs vor. Wochenlang hatten sie von der Gotenstellung gehört, und ihre Gedanken hatten sich ganz auf den Durchbruch gerichtet. Nun erfüllte sie die Gewissheit, an der Einnahme eines weiteren der am sorgfältigsten geplanten feindlichen Verteidigungssysteme beteiligt gewesen zu sein.


2. Minturno to the Apennines. 85th Infantry Division, published by Information & Education Section, MTOUSA. Produced by Headquarters, 85th Infantry Division. Passed by Field Press Censor and may be mailed home. Ein 88-seitiges Heft, das die 85. Division in den letzten Kriegsmonaten zur Verteilung an die Soldaten und ihre Familien herausgab. Es bietet einen guten Überblick über die Geschichte der 85. Division „Custer“. Es enthält Angaben zu Orten und Ereignissen, ohne ins Detail zu gehen. Das Heft endet mit den Kämpfen bei Formiche und Monterenzio am 22. November 1944, vermutlich damit es gedruckt und an die Soldaten verteilt werden konnte. Eine Fortsetzung bis Kriegsende im Mai 1945 existiert, blieb aber Manuskript. Das 88-seitige Heft enthält auf fast jeder zweiten Seite Karten oder Fotos; die Fotos sind von schlechter Qualität, da es auf Zeitungspapier gedruckt wurde.

Anmerkung der Redaktion: Die Übersetzung gibt die zeitgenössische Broschüre ohne Korrekturen wieder. Drei Präzisierungen nach der Divisionsgeschichte (Paul L. Schultz, The 85th Infantry Division in World War II, 1949): Die „Höhe 723“, die das 3. Bataillon des 339th am 15. September angriff, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Druckfehler für Höhe 732 (S. 133). Bis zum Mittag des 18. September wurden nach Schultz 230 Gefangene gemacht (S. 140), nach der Broschüre 231. Die Einheitsauszeichnung der Company B des 338th (General Orders Nr. 24, Hauptquartier der Fifth Army, 7. März 1945) wurde später durch die Distinguished Unit Citation ersetzt, die dem gesamten 338th Infantry Regiment für die Kämpfe am Monte Altuzzo vom 13. bis 18. September 1944 verliehen wurde (General Orders Nr. 9, Department of the Army, 21. Oktober 1947; Schultz, S. 240).

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